Startseite > Über uns > St. Bock Geschichte

"St.Bock" - Karneval seit 1955

Im Jahr 2010 besteht der Karnevalverein seit 55 Jahren. Jahre, die viele gesellschaftliche Veränderungen gebracht haben. Dabei wirft schon der Vereinsname Fragen auf. Die Antworten und andere interessante Informationen, sowie einige Bilder bietet Dir diese Kategorie.

U.a. wichtige Informationen über die Geschichte des Vereins. Von der Gründung, den Jahren in der DDR über die Wiedervereinigung bis hin zum heutigen Dasein.

Besonderes Highlight für ehemalige Prinzessinnen und Prinzen:
Auf einer speziellen Seite sind alle bisherigen Prinzenpaare, das Thema des jeweiligen Karnevals, sowie den Ort niedergeschrieben, an dem die Prunksitzungen abgehalten wurden.

Bisherige Geschichte des Vereins:

Für Außenstehende stellt sich gleich zu Beginn die Frage, was haben Böcke eigentlich mit Fasching zu tun? Das lässt sich aber relativ einfach erklären.

Der Karnevalverein "St. Bock" wurde im Rahmen eines Straßenfaschings proklamiert, der im damaligen Bockviertel gefeiert wurde. Bockviertel, so nannte man den Bereich der Langensalzaer Straße (dort wurden früher die Böcke aufgepflockt) des Denkmalsplatzes, der Bahnhofstraße und der Burggasse.

Vielen Einheimischen sind noch heute die Namen der Gründer, wie Otto Hermann, Heinz Bischof, Walter Bischoff, Rolf Badey, Kurt Anhalt, Fritz Bannas, Richard Müller, Kurt Rümpler, Hans Scharr und des ersten Vereinspräsidenten Max Hoßfeld geläufig.

 



Ebenso alt wie der Verein selbst (1955) ist die Tradition, dass zur närrischen Zeit ein Prinzenpaar die Regentschaft über den Ort übernimmt. Die Liste der Tollitäten hat mittlerweile solche Ausmaße angenommen, dass wir ihnen eine eigene Seite widmen (Prinzenpaare). 

Zentrum des närrischen Vergnügens war bis in die 90-er Jahre hinein das Gasthaus "Zur Krone" der Familie Scharr - Insidern auch unter dem Namen "Zum grünen Kakadu" oder "Zum groben Hannes" bekannt. "Verbockt" haben diese Bezeichnungen unser Malermeister Weiß - er gab dem Gastraum mit sattem Grün eine besondere Note - und der Seniorchef des Gasthofes, der für seine rauere und dennoch herzliche Art bekannt war.

 

Seit 1958 wird der jährlich stattfindende Karnevalsumzug auch von einer Prinzengarde begleitet. Bis heute verfolgen viele Bürger des Ortes die Zeremonie der närrischen Machtübernahme, die sich während des Umzugs am Samstag des Faschingswochenendes abspielt. Rund ums Rathaus stehen Närrinnen und Narren dicht gedrängt, um die Schlüsselübergabe des Bürgermeisters an das Prinzenpaar nicht zu versäumen.

In den 60-er Jahren begann man mit der Tradition, den "St. Bock-Fasching" unter ein Motto zu stellen. So feierte man 1969 eine Orientshow und fuhr 1970 bereits nach Hawaii, obwohl an eine Grenzöffnung zu dieser Zeit noch gar nicht zu denken war.

 

Vielleicht lag es gerade daran, dass die Staatsoberen immer einen speziellen Blick auf die gotter'schen Narren hatten, die nie ein Blatt vor den Mund genommen haben.

Der Zuspruch des Publikums vergrößerte sich ab Mitte der 70-er Jahre immer mehr. Seither musste man jede Menge Beziehungen spielen lassen, um eine Eintrittskarte zu bekommen. Drei ausverkaufte Veranstaltungen waren meist das Ergebnis der Kartennachfrage.

 

Unter der Präsidentschaft von Rainer Krumbein zu Beginn der 80-er Jahre fanden sich immer mehr kritische Themen im Programm wieder. Das Ministerium für Staatssicherheit witterte natürlich sofort Komplott und hörte mit. Die Zwistigkeiten erreichten 1983 ihren Höhepunkt, als die gotter'schen Narren Faschingsorden und eine Ordnungsstrafe von 300,00 Mark im Kreispolizeiamt abzuliefern hatten. Diese Orden waren ihnen am Abend zuvor von Mannheimer Karnevalisten überreicht worden. Närrische deutsch-deutsche Kontakte waren zu dieser Zeit nicht gern gesehen.

Geholfen hat Strafe natürlich nichts. Im Gegenteil, das Programm war in den Folgejahren kritisch wie nie zuvor. Unvergessen ist bis heute der Auftritt von Dietchen Weiß als Parteisekretär, der als Parteiabzeichen - umgangssprachlich Bonbon genannt - einen sauren Drops trug.

Die Wende und Wiedervereinigung bedeuteten neben vielen Freiheiten und Möglichkeiten auch tief greifende Veränderungen für die hiesigen Karnevalisten. Umorganisation des Vereines, Mitgliederfluktuation, Beschaffung von Sponsoren und finanziellen Mitteln gehörten plötzlich zum Alltag. Und noch etwas war passiert: Uns Narren war das staatlich einschreitende Feindbild abhanden gekommen.

Zum Glück scheint Gott ein Freund der Narren zu sein. Rasch offenbahrte er uns unfähige Politiker, verkrachte Existenzen, jede Menge Pflegefälle an Prominenz, Stars und Sternchen, die nur so in den Fettnäpfen der Weltgeschichte umherstolpern. Und natürlich sind da noch die wahren Begebenheiten aus dem Ort. Die Geschichten, ohne die Fasching eben nicht Fasching wäre.

Mit derartigem Zündstoff lassen sich Säle füllen. So lange wird zum Start einer jeden Kampagne um 20:11 Uhr am 11.11. eines jeden Jahres der Narrhallahmarsch ertönen - wie eh und je.

2005: Jubiläum & Nakofe

2005 beging"St. Bock" sein 50-jähriges Jubiläum. Anlass genug, die nunmehr 10. Kreisnarrenkonferenz (Nakofe) in der großen Turnhalle in Grossengottern stattfinden zu lassen.

2010: Jubiläumsfeier

55 Jahre St.Bock haben wir natürlich gebührend gefeiert. Freunde, Bekannte, Narren, Vereinskollegen und alle die Lust hatten und Spaß lieben waren am 12. und 13. November in die Sporthalle nach Grossengottern gekommen. 

Ein kleines Fazit durfte auch nicht fehlen. Lest selbst das Interview mit unserem Präsidenten Andreas Schein in der Thüringer Allgemeine am 11.11.2010.

 

tl_files/redstripe/images/arrow_left_green.png Presselink: Thüringer Allgemeine - Karnevalsverein St. Bock feiert 55. Geburtstag

2015: 60 Jahre "St.Bock" & 20. Nakofe

2015 ist ein ganz besonders Jahr für uns. Wir blicken auf 60 Jahre aktiven Karneval zurück und auf 20 Jahre NAKOFE.

Das haben wir natürlich gebührend gefeiert. Freunde, Bekannte, Narren, Vereinskollegen und alle die Lust hatten und Spaß lieben sind in die Sporthalle nach Grossengottern eingeladen. 

 

meinVZ: mitteilen google: mitteilen Suchst Du "gefällt mir"?